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Stallegg

Stallegger Tanne Stallegger Tanne

Stallegg, Stahlekke, Stachelegk, Stahlegk sind die Namen der Burg, der Brücke und des Hofguts. Der Begriff wird als "Stählerne Ecke" (unbezwinglicher Felsvorsprung) gedeutet. Zum Schutz und zur Kontrolle des wichtigen Verbindungsweges Schluchsee-Grünwald- Löffingen errichteten die Ritter von Stallegg die gleichnamige Burg.

Amalienschloss

Berühmt ist der Obervogt der Landgrafschaft Baar, Georg von Reckenbach zu Stahlegk, Lehnsmann der Fürstenberger auf der Burg. Die Witwe seines Enkels war Amalie von Greifeneck (gest. 1573), die sich um ihren Ort Göschweiler kümmerte, weshalb die Burg dort bis heute "Amalienschloss" genannt wird. 1650 wurde die Burg aufgegeben.

Amalienschloss Amalienschloss
Die Göschweiler Rentner bei der Restaurierung
 

Wann genau die Brücke erbaut wurde ist heute nicht mehr zu sagen.

Die Stallegger Brücke

Stallegger Brücke

Die Straße über die Brücke war wichtig, insbesondere für den wöchentlichen Korn- und Fruchtmarkt in Löffingen. Dort wurden Getreide und Stroh aber auch Scheiterwaren (Bretter und Stecklinge) sowie Wagner- und Handwerksholz gehandelt.

Über die gefährlichen Steilstrecken und den schlechten Zustand der Brücke beklagten sich 1820 Müller, Bäcker und Händler aus Schluchsee, Bernau, Schönau und Menzenschwand. Vom Fürsten wurden Beiträge zur Instandsetzung der Brücke erwartet. Er besaß Zehntscheuern und Fruchtkästen in Löffingen und Göschweiler und der Pächter des Stallegger Hofes war für die Wartung des steilen Anstiegs nach Göschweiler zuständig. Als 1848 der revolutionäre "Heckerzug" südlich der Wutach stand und die vom Großherzog zu Hilfe gerufenen württembergischen Dragoner nördlich musste der Pächter des Hofes die Brücke im Auftrag des Fürsten zerstören. Die Seekreisregierung Konstanz entschied im Juli 1849, dass der Bau der neuen Brücke zulasten der Standesherrschaft Fürstenberg gehe.

Nachdem der Weg nicht mehr öffentliche Verkehrsstraße ist obliegt die Unterhaltung der Brücke der Gemeinde Göschweiler. Seit der Eingemeindung des Ortes ist die Stadt Löffingen zuständig. Die Trägerkonstruktion der Stallegger Brücke war morsch und verfault, eine Sanierung wurde notwendig. Das Ingenieurbüro Claudia Stegerer-Richter plante und führte die denkmalgerechte Sanierung durch. Beginn der Maßnahme war am 5. August 2006. Am Bauwerk waren die Firma Gratz aus Eisenbach (Entholzung), Firma Grossholz aus Bräunlingen (Gerüstbau), Firma Ketterer aus Unadingen (Beton- und Maurerarbeiten), Firma Sibold aus Löffingen (Zimmerarbeiten), Firma Burger aus Seppenhofen (Stahlarbeiten), Firma Steiger aus Dittishausen (Dachdeckerarbeiten) sowie der Bauhof der Stadt Löffingen beteiligt. Finanziert wurde die 140.000 Euro teure Sanierung vom Naturpark Südschwarzwald e.V. und von der Stadt Löffingen.

Kraftwerk Stallegg

Die Wutachschlucht am Beginn des Industriezeitalters

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begann in Deutschland die Zeit der Industrialisierung. Technische Neuerungen verbreiteten sich in Windes Eile. Der Bedarf an Energie stieg stetig an, so auch im Südschwarzwald. 1891 besuchte Fürst Karl Egon III. zu Fürstenberg, Landesherr mit Stammsitz im nahe gelegenen Donaueschingen, die "Internationale Elektronische Ausstellung" in Frankfurt. Hier reifte seine Idee, das fürstliche Schloss in neuzeitlichem Licht erstrahlen zu lassen und gleichzeitig den wachsenden Energiebedarf der Fürstenbergischen Brauerei zu decken.

Kraftwerk Stallegg Kraftwerk Stallegg
Kraftwerk Stallegg
 

Unter der Bedingung, dass das 3 km entfernte Sägewerk an der Schattenmühle nicht trockengelegt werde und den Fischen genug Wasser bleibe, durfte der Fürst das Turbinenhaus und die 16 m hohe Talsperre errichten. 1895 wurde schließlich das älteste und heute unter Denkmalschutz stehende Flusskraftwerk auf 694 m über NN in Betrieb genommen, das nun den Ferntransport des Stroms gewährleistete.

Kraftwerk Stallegg
Staumauer
 

Beim Besuch Kaiser Wilhelms II. in Donaueschingen wurde der Schlossgarten mit der angeblich ersten Glühbirne Deutschlands und dem Strom des Stallegger Flusskraftwerkes beleuchtet. Trotz der Entfernung zu den großen Städten lagen für die Bewohner der Umgebung modernste technische Errungenschaften also beinahe vor der Haustüre. Der so genannte "Elektrisierapparat" etwa, ein Generator zum Prüfen der Sicherungen, der ähnlich wie ein Dynamo funktionierte. Schulklassen konnten hier praktischen Unterricht nehmen, einmal "den Strom anfassen" und nebenbei in der dazugehörigen Gaststätte eine Pause einlegen.

Kraftwerk Stallegg Kraftwerk Stallegg Kraftwerk Stallegg
Francis-Turbine
 

1979 verkaufte der Fürst das Flusskraftwerk an das Kraftwerk Laufenburg. Jahrzehntelang stand es in der Folge still. Nach 21 Jahren Dornröschenschlaf und Investitionen in Millionenhöhe ging es im Jahr 2000 wieder ans Netz. Das Flusskraftwerk Stallegg produziert heute jährlich 2.100.000 kWh Silber- und Goldstrom für das Unternehmen Naturenergie AG.


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